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Ayurveda - Doshas

Wie man mit Ayurveda seine Gesundheit
nachhaltig beeinflussen kann
Alle Dinge auf der Welt bestehen nach ayurvedischer Auffassung zu unterschiedlichen Anteilen aus den fünf großen Grundelementen (Mahabhutas) Feuer, Erde, Wasser, Luft und Äther (leerer Raum). Jedes Element wiederum zeichnet sich durch eine Kombination von ihm zugehörigen Eigenschaften aus: So hat das Element Luft die Eigenschaften leicht, beweglich, fein. Erde hat die Eigenschaft schwer, kalt, stabil, Feuer beinhaltet heiß, beweglich, eindringend. Von diesen Eigenschaften gibt es derer zwanzig, sie sind in zehn Gegensatzpaaren (leicht - schwer; trocken - feucht etc.) angeordnet (siehe dazu die Seite Tabellen). In unserem Körper und der Natur formen jeweils zwei der Grundelemente ein Dosha:
 
 
Die drei Doshas (Tri Dosha) als Regulatoren des Körpers
Bei den Doshas handelt es sich um Bioenergien oder Prinzipien, die in der gesamten Natur, also auch in unseren Körper, wirken. Im Körper regulieren die Doshas die physiologischen Abläufe, in der Natur stellen sie Elementarenergien dar.
  • Vata(Luft und Äther) ist das kinetische, bewegende Prinzip und steuert Abläufe wie Atmung, Blutzirkulation, Weiterleitung von Nervenimpulsen, den Bewegungsapparat, kurz alles, was mit Bewegung zu tun hat. In der Natur wird Vata durch den Wind repräsentiert.


  • Pitta Pitta (Feuer und etwas Wasser) ist das umwandelnde, verdauende thermische Hitze - Prinzip. Es steuert unsere Verdauung, die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Körpersubstanz, die Umwandlung von Sinnesreizen in Gedanken und Gedanken in Erinnerung, die Temperatur unseres Körpers, in der Natur steht die Sonne für Pitta.


  • Kapha (Erde und Wasser) ist das nährende und schützende Prinzip: Es nährt die Zellen des heranwachsenden Kindes, es schützt in Form von Gelenkflüssigkeit die Gelenke vor zu viel Abnutzung und in Form von einer zähen Schleimschicht die Darmwände vor Selbstverdauung durch die Säfte der Bauchspeicheldrüse; als feine Schleimschicht in der Nase sorgt Kapha dafür, dass wir die feinen Geruchsstoffe aus der Atmosphäre aufnehmen und riechen können, das dort befindliche Immunsystem schützt uns vor Infektionen. Der Regen oder auch der Mond repräsentiert Kapha in der Natur.
 
 
Die Doshas als krankmachende Faktoren
Steuern diese Doshas unter normalen Umständen die Abläufe der Natur und unseres Körpers gemäß den Naturgesetzen, so können sie sich unter ungünstigen Umständen so verändern, dass sie sich in der Natur und im Körper anhäufen. Dann ist ein Ungleichgewicht entstanden, und die Doshas sind jetzt zu zerstörerischen bzw. krankmachenden Faktoren geworden:

Wird der Wind immer stärker, können Stürme, z. B. Hurrikane, mit einer ungeheuren Vernichtungskraft entstehen. Ein verstärktes Vata führt zu Beschwerden an Vata - Abläufen und Strukturen: Schmerzen am Bewegungsapparat, Nervosität bis hin zu Nervenerkrankungen, Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus Blutkreislauf und Atmung etc.

Scheint die Sonne zu stark, verbrennt sie alles, so entstehen Wüsten oder auch Brände, es kommt zu Entzündungen. Auch ein verstärktes Pitta im Körper führt zu allen Arten von Entzündungen, besonders der Haut und im Verdauungstrakt, Allergien, Ekzeme, Sodbrennen, Durchfall, brennenden Schmerzen, Kopfschmerzen und Migräne.

Vermehr sich der Regen, kommt es zu Überschwemmungen. Ist Kapha erhöht, ist die Ernährungsfunktion überbetont und wir nehmen an Gewicht zu, es kommt zu Wasseransammlungen im Körper, zu Verschleimungen im Atmungs- und Verdauungstrakt und zu Krankheiten der Überernährung wie Diabetes oder Arteriosklerose.
 
 
Die Eigenschaften der Doshas
und wie es zu Ungleichgewichten kommt
Wie alle Dinge in auf der Welt zeichnen sich die Doshas auch durch eine Kombination von Eigenschaften aus. Sie haben ihre Eigenschaften von den an ihrer Bildung beteiligten Elemente (Mahabhutas) übernommen. Bei ihrer Anhäufung übertragen die Doshas diese Eigenschaften verstärkt weiter auf den Körper: So hat z.B. Vata die Eigenschaften trocken, rauh, kühl, leicht, beweglich fein. Ist Vata im Körper erhöht, neigt der Mensch zum frieren, die Haut wird trocken und rauh, der Stuhl wird trocken etc. Analog verhält es sich mit den anderen Doshas: Ist Pitta erhöht, werden die Pitta - Eigenschaften übertragen: der Mensch hat eine warme Haut und neigt zu Hitzewallungen sowie Schweiß- und Wutausbrüchen, verträgt keine Hitze von außen (Eigenschaft heiß). Bei Kapha übertragen sich die Eigenschaft schwer, was zu Gewichtszunahme führt, ebenso führt kalt zum frieren und in Verbindung mit feucht entsteht eine feuchte, kalte Haut.

Zur Erhöhung der Doshas kommt es wiederum, wenn wir uns verstärkt durch Lebenswandel und Ernährung den Eigenschaften eines Doshas aussetzen: Essen wir verstärkt leichte und trockne Nahrungsmittel, wie etwa Knäckebrot oder Cornflakes, kommt es zur Erhöhung eben des Doshas, welche genau diese Eigenschaften hat, in diesem Falle Vata. Eine ähnliche Wirkung hätte der fortgesetzte Aufenthalt in einer kalten und trocknen Umgebung, z. B. eine Arbeit in einem Kühlhaus. Arbeiten wir andererseits am Hochofen und essen viele scharf gewürzte Nahrungsmittel, wird in uns das Pitta - Dosha vermehrt.
 
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